Montag, August 04, 2008

Auf Trampelpfaden gen Westen


Ich hätte mir nie träumen lassen, daß ich einmal Europa auf solchen Wegen erkunde und bereise. Das diese Reiseform möglich ist, verdanken wir den Wandervereinen. Die Jakobsorganisationen erkunden zudem noch die historischen Wege, die Geschichte und suchen die schönsten begehbaren Pfade mithilfe der ortsansässigen Bevölkerung für uns heraus. Leider läßt es sich nicht verhindern, diese manchmal mit Hilfe des öffentlichen Straßennetzes zu verbinden. Die Bevölkerung selber bietet zahlreiche Unterkünfte, oft zu Selbstkostenpreisen an und steht uns Vorbeireisenden jederzeit hilfreich zur Seite.

Mit Hilfe der "Stars der Alpen" in Frankreich, so habe ich die grasenden Kühe getauft, weil sie so neugierig in die Kamera blickten, und der natürlichen Rasenmäher, die Schafe in Spanien, werden die Wege intakt gehalten und stehen uns zur Verfügung.

Dank Internet ist diese Aktion nun in den letzten Jahren neuem, diesmal internationalem Ruhm gekommen und zu Recht! Es gibt kaum eine schönere Reiseform, die Kultur, Sport und Natur besser miteinander verbinden kann.

Diese grandiose Leistung vieler, miteinander kommunizierender Organisationen kommt nun uns Pilgern zu Gute, wir profitieren davon. Um diese Reiseform aufrecht zu erhalten, braucht es Menschen, die mithelfen, kundige Ortsansässige in den jeweiligen Regionen und Pilger, die diese beleben. Aus diesem Grund bin ich einer der Jakobsgesellschaften beigetreten und ich hoffe, es tun mir Etliche nach. Manchmal ist es nur wenig, was zu tun ist. In Spanien konnte ich von dem Wissen der Bauern profitieren, wenn ich mich mal verlaufen hatte. Dort kennt jeder, wirklich JEDER, seine Heimat und weiß, wo er uns Pilger hinschicken muß, damit wir den Weg wiederfinden. In Frankreich brauchte ich dafür schon die Hilfe der Tourist-Information und in Deutschland kann uns kaum jemand helfen , selbst dann nicht, wenn der Jakobsweg an seiner Haustür vorbeilaufen würde.

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